Auf der suche nach dem richtigem Holz …

Der Raum war erfüllt von einer vielfältigen Symphonie aus Klängen – ein Orchester aus Bassgitarren, die sich in der Vorweihnachtszeit versammelt hatten. Ein Raum, der nicht nur mit Instrumenten, sondern auch mit der elektrisierenden Energie von Jorge und mir gefüllt war, der Rhythmusgruppe unserer Band. Unser Ziel war klar: Wir suchten nach dem fehlenden Puzzelstück für das Studio, den perfekten Bass. Mit rund 15 Bassgitarren um uns herum, hatte der Raum eine besondere Aura. Ein Gefühl von Vorfreude und Spannung lag in der Luft. Wir hatten zwar bereits eine beeindruckende Instrumentensammlung, aber die Suche nach dem idealen Bass war eine Art musikalisches Abenteuer, das uns an diesen Ort geführt hatte. In unserer Vorstellung malten wir uns den Sound aus, den wir erreichen wollten – kraftvoll, präzise und dennoch Klassisch. Deshalb hatten wir zwei Vergleichsinstrumente mitgebracht, um die Potenziale der ausgestellten Bässe besser einschätzen zu können. Der Musikladen bot uns ideale Bedingungen: eine Fülle von Bässen zum Testen und eine Vielzahl von Verstärkern, um den Klang zu formen.
Seit zwei Stunden saßen wir nun schon in diesem Raum, tauchten in die Welt der Bässe ein und ließen unsere Finger über die Saiten wandern. Jeder Bass wurde sorgfältig ausgewählt, gespielt und anschließend mit den anderen verglichen. Zwischen den Tönen entstand eine Atmosphäre der Konzentration, während wir uns in den Klangwelten verloren und nach dem perfekten Zusammenspiel suchten. Die Zeit schien stillzustehen, als wir uns durch die Instrumente arbeiteten – ein Dialog zwischen den Bässen und unseren musikalischen Vorstellungen. Und so verweilten wir im Musikladen, umgeben von einem Orchester aus Holz und Metall, auf der Suche nach dem Bass, der die Essenz unserer Musik einfangen und verstärken würde. Und obwohl es lange Zeit nicht danach aussah, dass wir den einen Favoriten finden würden, geschah es doch. Ein Favorit, der, wie immer, ein Kompromiss aus Klang, Bespielbarkeit und Preis war. Es ist ein Ritual, das sich bei jeder Instrumentensuche wiederholt – du musst jedes Instrument selbst erleben, selbst wenn sie aus derselben Serie stammen, sind sie doch nie identisch. Nach stundenlangem Vergleichen und Ausprobieren kristallisierte sich schließlich der Bass heraus, der unsere musikalischen Vorstellungen am besten einfing. Seine Saiten vibrierten mit einem Klang, der uns direkt ansprach, und die Spielbarkeit fühlte sich wie eine natürliche Erweiterung unserer Finger an. Der Preis? Ein Kompromiss, den wir bereit waren einzugehen, um den perfekten Begleiter für unsere Musik zu finden. Nachdem die Entscheidung gefallen war, verließen wir den Raum der Klänge und begaben uns auf die Straßen, um einen griechischen Imbiss zu erkunden. Es war erstaunlich, wie auch diese neuen Eindrücke den Tag bereicherten und zu einem lebenswerten Erlebnis machten, selbst wenn wir keinen Bass erworben hatten. Heute.
Doch das Jahr hat noch einige Tage im Angebot, und wenn sie genauso faszinierend sind wie heute, wird die Zeit wieder viel zu schnell vergehen. Wir gehen dem Unbekannten entgegen, voller Vorfreude auf die musikalischen Abenteuer, die noch vor uns liegen.